Mit Baby nach Neuseeland: was ihr NICHT einpacken müsst

Die Packliste für Euren Trip nach Neuseeland ist endlos lang. Kleidung für die ganze Familie, Spielzeug, Essen für das Flugzeug, Kamera und vieles mehr müssen Platz in Koffer, Backpack oder Handgepäck finden. Doch muss das wirklich alles mit? Wir waren acht Wochen mit unserer Tochter in Neuseeland und haben festgestellt, welche Gegenstände Eltern mit gutem Gewissen zu Hause lassen können. 

Mit der Kraxe durch Neuseeland

Was ihr für den Flug nach Neuseeland mit Baby nicht ins Handgepäck packen müsst

Beim Packen unseres Handgepäcks für den Langstreckenflug nach Neuseeland wollten wir natürlich auf möglichst alles vorbereitet sein. Im Nachhinein war das gar nicht nötig. Einige Dinge haben wir kaum benutzt – und anderes hätten wir uns komplett sparen können.

Gerade beim Handgepäck war eines unserer Learnings nach dem langen Flug ziemlich eindeutig: Nicht für jede theoretisch mögliche Situation etwas einpacken. Alles, was ihr mitnehmt, muss unter oder über den Sitz, wird herausgeholt, wieder verstaut und liegt im schlechtesten Fall irgendwann einfach nur im Weg.

Zu viel Spielzeug für den Langstreckenflug mit Baby

Wir hatten definitiv zu viel Spielzeug für unsere Tochter dabei. Das meiste davon interessierte sie während des Fluges überhaupt nicht.

Wirklich wichtig waren am Ende vor allem ihr Kuscheltier und ein Buch. Ansonsten beschäftigte sie sich damit, andere Leute zu beobachten, irgendwie in Bewegung zu bleiben, zu schlafen – und leider auch mit dem Bildschirm.

Für den nächsten Langstreckenflug würde ich deshalb wesentlich weniger Spielzeug einpacken. Ein paar vertraute Lieblingssachen reichen. Alles andere schleppt ihr durch die Flughäfen, verstaut es im ohnehin schon vollen Handgepäck und holt es am Ende womöglich nicht einmal heraus.

Decken und Kissen

Außerdem hatten wir eine Babydecke dabei, z. B. falls Emma mal auf dem Boden spielen möchte. Gebraucht hätten wir sie nicht.

Auf unseren Langstreckenflügen wurden auch in der Economy Class Decken und Kissen gestellt. Ich würde deswegen beim nächsten Langstreckenflug definitiv keine Decken oder Kissen mit ins Flugzeug bringen.

Etwas anderes ist natürlich das Lieblingskissen oder die vertraute Kuscheldecke eures Babys, wenn es diese zum Schlafen braucht.

Wasser für das Babyessen

Auch Wasser für die Zubereitung des Babyessens braucht ihr nicht zusätzlich mitzunehmen. Wir haben im Flugzeug frisches Wasser aus Flaschen bekommen und konnten damit problemlos das Essen für unsere Tochter zubereiten.

Powerbank

Auch eine Powerbank hatten wir für den Flug nicht nötig. Unsere Geräte konnten wir direkt am Sitz laden. Erfahrungsgemäß ist das inzwischen bei vielen Airlines auf Langstreckenflügen der Fall.

Wenn euer Flugzeug ebenfalls USB- oder Stromanschlüsse am Sitz bietet, könnt ihr die Powerbank für den Flug zu Hause lassen. Prüft das am besten vorab für euren konkreten Flug.

Was ihr für eure Neuseeland-Reise mit Baby nicht braucht

Wir waren insgesamt acht Wochen mit unserer damals neun Monate alten Tochter in Neuseeland. Sieben Wochen davon haben wir im Camper gelebt.

Und gerade im Camper haben wir ziemlich schnell gemerkt, was wir wirklich brauchen – und was einfach nur Platz wegnimmt.

Windeln und Feuchttücher für die ganze Reise

Natürlich braucht ihr Windeln und Feuchttücher. Ihr müsst aber nicht den Bedarf für mehrere Wochen aus Deutschland mitbringen.

Wir hatten nur so viele dabei, dass wir damit den Flug und die erste Zeit nach unserer Ankunft überbrücken konnten. Danach haben wir einfach vor Ort Nachschub gekauft. Es gibt zwar keine Pampers aber gute lokale Marken. Wir nutzten immer die Marke Huggies. Die gibt es überall, sogar am Flughafen.

Wickelrucksack und Handtasche

Unser Wickelrucksack war in Deutschland ein ständiger Begleiter. Nach Neuseeland nahmen wir ihn nicht mit, und das war die richtige Entscheidung.

Emma war unterwegs meistens in der Kraxe. Darin war ohnehin Platz für Windeln, Feuchttücher, Babyessen und andere Kleinigkeiten. Das zweite Elternteil hatte einen normalen Rucksack mit allem dabei, was wir sonst für den Tag brauchten.

Ein zusätzlicher Wickelrucksack wäre damit einfach Gepäckstück Nummer drei gewesen.

Auch meine Handtasche habe ich nicht vermisst. Perfekt war dagegen ein einfacher Stoffbeutel. Der nimmt kaum Platz weg und war für uns unterwegs völlig ausreichend.

Koffer: Im Camper einfach nur nervig

Unsere Koffer waren während der sieben Wochen im Camper vor allem eines: nervig.

Tagsüber konnten wir sie aufs Bett stellen. Abends wollten wir dort natürlich schlafen. Also mussten die Koffer wieder herunter und standen anschließend mitten im Gang. Niemand kam mehr durch.

Immerhin haben wir noch einen neuen Verwendungszweck für sie gefunden und sie als Rausfallschutz für unser Baby benutzt. Dafür gibt es allerdings andere gute Lösungen, die deutlich weniger Platz wegnehmen.

Bei meiner nächsten Reise im Camper – egal wo – würde ich deshalb keine sperrigen Koffer mehr mitnehmen. Flexibles Gepäck, wie große Backpacks, lässt sich im Camper wesentlich einfacher verstauen.

Kinderwagen

Wir hatten in Neuseeland keinen Kinderwagen dabei – und haben ihn nicht vermisst. Emma war damals neun Monate alt und wir hatten sie unterwegs meistens in der Kraxe.

Vor allem passte sie aber viel besser zu unserer Reise. Unser Neuseeland-Trip hatte einen starken Outdoor-Charakter. Wir waren viel in der Natur unterwegs und ein Kinderwagen wäre bei vielen unserer Ausflüge ohnehin fast nur in den Städten zu gebrauchen gewesen.

Ganz ehrlich: wahrscheinlich hätte der Kinderwagen gar nicht in unseren Camper gepasst. Der platzte mit unserem vielen Gepäck so schon aus allen Nähten.

Genauso haben wir es bereits bei unserem Familienurlaub in Slowenien ohne Kinderwagen – geht das? gehandhabt. Auch in Neuseeland hat dieses Konzept für uns sehr gut funktioniert.

Kleidung für Neuseeland: Wir hatten viel zu viel dabei

Eines unserer größten Learnings der gesamten Reise betraf unsere Kleidung: Wir hatten schlicht viel zu viel eingepackt.

Kleidung für mehr als eine Woche

Für acht Wochen Neuseeland braucht ihr keine Kleidung für acht Wochen. Wir haben unterwegs regelmäßig gewaschen und hätten deshalb mit deutlich weniger auskommen können. Ich würde beim nächsten Mal nur noch Kleidung für ungefähr eine Woche einpacken.

Vor allem bei der Babykleidung lohnt es sich, Teile mitzunehmen, die sich flexibel kombinieren lassen. Statt zum Beispiel sieben Langarmbodies einzupacken, nehmt weniger Bodies und dafür ein paar Langarmshirts mit. Bei wärmerem Wetter reicht der Body. Wird es kühler, zieht ihr einfach ein Shirt darüber.

So braucht ihr weniger Kleidung und seid trotzdem flexibel.

Was bei uns tatsächlich ins Gepäck gehört, findet ihr in unserer Packliste für Neuseeland mit Baby.

Lasst Röcke, Kleider, Hemden und sogar Jeans zu Hause

Lasst Röcke, Kleider, Hemden und sogar Jeans zu Hause. Ihr werdet sie wahrscheinlich nicht brauchen.

Wenn ihr plant, Neuseelands atemberaubende Landschaft im Van oder Motorhome zu entdecken und dabei die Nächte auf Campingplätzen zu verbringen, werdet ihr die meiste Zeit in Outdoorkleidung unterwegs sein. Abends schlüpft ihr dann eher in eure Leggings oder Jogginghose als in ein schickes Outfit.

Es ist für uns als Jeansgesellschaft kaum vorstellbar, aber mein Mann und ich trugen während der gesamten Reise nicht ein einziges Mal eine Jeans. Die bleibt beim nächsten Mal definitiv zu Hause.

Ich sprach unterwegs sogar mehrfach andere Camper darauf an. Der O-Ton war immer der gleiche: Den Platz im Koffer hätte man besser nutzen können.

Gleiches gilt für hohe Schuhe. Die braucht man nicht.

Schmuck, Parfüm und viel Make-up

Auch Schmuck haben wir nicht gebraucht. Gerade wertvolle Stücke würde ich bei einer solchen Reise zu Hause lassen. Sie können verloren gehen – und beim Wandern schaut sowieso niemand, ob ihr Ringe oder Ohrringe tragt.

Parfüm könnt ihr euch ebenfalls sparen.

Und dann wäre da noch das Make-up. Ich persönlich benötigte morgens meist gar kein Make-Up, oder wenn es mal schöne Fotos werden sollten, nur Mascara, Augenbrauenstift und Lippenstift. Definitiv keine vollständige Schminktasche. Die Fotos waren trotzdem toll.

Dinge, die ihr einfach in Neuseeland kaufen könnt

Manche Sachen braucht ihr während einer achtwöchigen Reise natürlich irgendwann. Das heißt aber noch lange nicht, dass sie bereits von Deutschland aus mitfliegen müssen.

Duschgel, Shampoo und Conditioner

Duschgel, Shampoo und Conditioner könnt ihr problemlos in Neuseeland kaufen.

Es gibt keinen Grund, große Flaschen für acht Wochen aus Deutschland mitzuschleppen. Nehmt mit, was ihr für die erste Zeit braucht, und kauft den Rest nach eurer Ankunft.

Tupperdosen

Auch Tupperdosen müsst ihr nicht aus Deutschland mitnehmen.

Wir haben sie bei Bedarf einfach vor Ort günstig beim Warehouse gekauft.

Regenschirm

Einen Regenschirm braucht ihr unserer Erfahrung nach in Neuseeland nicht. Ich habe während der gesamten Reise außerhalb der Städte niemanden mit Regenschirm gesehen.

Eine gute Regenjacke oder ein Regenponcho war für unsere Art zu reisen wesentlich sinnvoller.

Badehose fürs Baby

Eine normale Badehose für unser Baby brauchten wir ebenfalls nicht. Stattdessen hatten wir einen UV-Schutzanzug. Der schützt gleichzeitig einen größeren Teil der Haut und war deshalb für uns die praktischere Lösung.

Wenn ihr sowieso einen UV-Anzug einpackt, könnt ihr euch eine zusätzliche Badehose sparen.

Große Mengen Bargeld

Große Mengen Bargeld braucht ihr in Neuseeland ebenfalls nicht.

Wir konnten während unserer Reise fast überall mit Karte bezahlen – auch in abgelegeneren Gegenden.

Wenn wir Bargeld brauchten, konnten wir es vor Ort am Geldautomaten abheben. Welche Gebühren dabei entstehen, hängt natürlich von eurer Bank und Kreditkarte ab.

Eine Sache hätten wir dagegen gerne früher gekauft

Bei all den Dingen, die wir zu viel oder gar nicht gebraucht haben, gab es auch etwas, das uns zunächst fehlte:

einen Hochstuhl für unser Baby.

Wir haben vor Ort einen günstigen Hochstuhl beim Warehouse gekauft. Damit konnte unsere Tochter bei den Mahlzeiten mit uns am Tisch sitzen.

Und das hat einen überraschend großen Unterschied gemacht.

Unsere gemeinsamen Mahlzeiten wurden wesentlich angenehmer. Rückblickend hätten wir den Hochstuhl deshalb gerne schon früher gekauft.

Fazit: Weniger Gepäck auf der Elternzeitreise durch Neuseeland

Nach acht Wochen Neuseeland und sieben Wochen im Camper war eines unserer größten Learnings ziemlich eindeutig:

Wir hatten zu viel dabei.

Vor einer langen Elternzeitreise mit Baby möchte man auf möglichst alles vorbereitet sein. Genau dadurch landen aber schnell jede Menge Dinge im Gepäck, die man später kaum oder gar nicht benutzt.

Im Camper merkt ihr jedes überflüssige Teil doppelt. Alles braucht einen Platz. Alles muss verstaut werden. Und manches räumt ihr jeden Tag aufs Neue hin und her.

Beim nächsten Mal würde ich deshalb konsequenter packen: weniger Kleidung, weniger Taschen und vor allem weniger Dinge „für alle Fälle“.

Was dafür wirklich mit sollte, haben wir euch in unserer Packliste für Neuseeland mit Baby zusammengestellt.

Und falls ihr beim Packen vor einem Gegenstand sitzt und euch fragt: Brauchen wir das wirklich acht Wochen lang?

Unsere Erfahrung sagt: Wahrscheinlich nicht.

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